Tipps&Tricks - AG TonTECHNIK Chemnitz

Unsere Bastelecke

Es wird keine Haftung für Schäden gleich welcher Art übernommen, die aus dem Aufbau und/oder der Nutzung der hier vorgestellten Projekte entstehen. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen, für deren Richtigkeit kann jedoch keine Garantie übernommen werden!

In diesem Bereich der Homepage werden in unregelmäßigen Abständen Tipps und Tricks erscheinen, mit denen wir bei uns einige Probleme lösen konnten.
Fragen werden ggf. per beantwortet.

  1. Berechnung von DMX-DIP-Adressen
  2. USB-DMX-Interface von Digital Enlightenment
  3. DMX-Terminierungs- / Teststecker
  4. Zentralversorgungsnetzteil für Schnurlossysteme

Berechnung von DMX-DIP-Adressen

Um euch und uns die Gehirnakrobatik beim Berechnen der DIP-Schalterstellungen zur Adressierung der DMX-Geräte zu ersparen haben wir hier folgendes Tool:

Keine konforme DMX-Adresse:
     Adresse:

^ USB-DMX-Interface von Digital Enlightenment

Dieses Interface ist bei uns zur Steuerung und vor allem zu Testzwecken während der Programmierung der Lichtanlage im Einsatz. Da es aber beim Aufbau zum Teil zu Problemen kam, fasse ich hier deren Lösungen zusammen. Vorraussetzung ist in jedem Fall das Projektarchiv, hier zu finden.

  1. Programmierung des AVR (ATmega 8515)

    SP12 Interface von oben

    Nach einigem Suchen im Netz bin ich auf den Programmer TwinAVR gestoßen. Dieses schnörkellose Programm hat bei mir gute Dienste geleistet. Als Programmer-Hardware nutze ich das vorgstellte SP12-Interface. Der Aufbau geht leicht und schnell von der Hand - wenn alle Teile da sind ungefähr zehn Minuten ( => ).
    Bevor man allerdings das .hex-File auf den AVR flasht, sollte man mit dem WordPAD oder einem favorisierten Editor in der Datei code.asm die Seriennummer des Interface ändern. Diese steht in der Assambler-Datei ganz unten. Um eine Ziffer der Seriennummer zu ändern, muss die Ziffer zwischen 0x3 und ,0x00 geändert werden (Beispiel: setze eine 9 : 0x39,0x00).
    Nun muss diese Datei noch in ein .hex-File umgewandelt werden. Dazu verwendet man am einfachsten das Tool avrasm2.exe aus dem AVR-Studio von ATmega (mal im Prgrammordner suchen). Der Aufruf aus der CMD von Windows lautet: avrasm2.exe -fG code.asm, wobei die Option -fG das Programm anweist, ein generisches .hex-File zu erstellen.
    Die nun enstande .hex-Datei code.hex kann nun mit der Option write des TwinAVR auf den AVR gespielt werden. Dies kann allerdings eine Weile dauern - also nicht ungeduldig werden :-). Fertig.

    Interface von oben

    Wer an größeren Mikrocontrollererfahrungen interessiert ist, dem kann ich als Programmer den USBasp von Fischl und AVRDUDE empfehlen.

    Problematisch ist es, wenn man falsch gefused hat. Dann kann es passieren das der ATmega 8515 nicht mehr ansprechbar ist. Um dem entgegen zu wirken kann man am Programmer einen EXTERNEN Quarz (bei mir 8MHz Grundton) an die Pins für XTAL1 und XTAL2 (Pin 18/19 / links im Hintergrund) hängen. Danach sollte der IC wieder ansprechbar sein.

  2. SMD-Bauteile (Quarz) auf der Platine

    Ein Problem stellt auch das Layout des Interfaces dar. Dort geht man von einem THD-Quarz aus, bei der Bestellung der Teile bekommt man einen 24MHz-Grundtonquarz aber nur als SMD. Möglichkeit eins besteht darin, den Quarz an die Beinchen von C3 und C4 (Innenseite!!!)zu löten und damit entsprechend zu applizieren. Oder man lötet zwei Drahtbrücken an die jeweils kurzen Seiten des Quarzes und baut sich somit eine THD-Quarz, welcher an seine Aufgabe "anbiegbar" ist.

  3. Herstellung der Platine

    Die Herstellung der Platine ist für Ungeübte nicht zu empfehlen. Zwar kann man mit Laserdrucker-Toner als Resist und Natrium-Persulfat als ätzmittel gut arbeiten, fraglich bleibt aber meist wie die Qualität der Platine dann wird. Deshalb sollte man versuchen bei Digital Enligtenment eine Platine zu bekommen. Fragt am besten auch gleich noch einem Programmierten Controller und eimem Quarz.

^ DMX-Terminierungs- / Teststecker

Zum Thema Terminierung von DMX-Leitungen gibt es im Internet mehr als genug Informationen. Hier möchte ich lediglich eine Zusammenfassung der verschiedenen Möglichkeiten geben.
Die Terminierung der DMX-Leitung ist wichtig, damit die Steuersignal nicht am offenen Ende der Leitung reflektiert werden und in die Leitung zurück gelangen. Bei kopfbewegeten Scheinwerfern (Moving Heads) gibt das sehr nette Effekte - nur kontrollierbar sind sie nicht mehr. Die meisten neuen Geräte haben eine eingebaute Terminierung.

  1. Terminierung

    Diese Variante besteht nur aus einem 120Ω-Widerstand, der zwischen den Pin 2 und 3 eines 3-Pol- oder 5-Pol-XLR-STECKER gelötet wird.

  2. Teststecker Variante 1

    Terminierung

    Bei dieser Variante werden zwei LED (z.B. rot und grün) antiparallel, d.h. Katode an Anode / langes an kurzes Bein, zusammengelötet und dann in Reihe mit einem 120Ω Widerstand geschaltet. Das ganze Paket wiederum findet Platz in eimem 3-Pol- oder 5-Pol-XLR-STECKER und wird mit PIN 2 und 3 verbunden (siehe Schaltplan).
    Funktion: Leuchten beide LED ungefähr gleich hell (flackern ebenfalls erlaubt) ist alles in Ordnung. Leuchtet nur eine LED fehlt eine Phase. Leuchtet keine LED ist der übertragungsweg des DMX-Signales unterbrochen (Kabel- und/oder Steckerprobleme).

  3. Teststecker Variante 2

    Terminierung

    Bei dieser Variante werden ein Stecker, zwei LED und zwei 240Ω-Widerstände benötig (siehe Schaltplan). Gelötet wird wieder an PIN 2 und 3 eines 3- oder 5-poligen XLR-STECKERS.
    Funktion: siehe Variante 1 (obenstehend)


^ Zentralnetzteil für Schnurlossysteme

Das hier beschriebene Netzteil ist bei uns im Einsatz sobald mehrere Schnurlossysteme genutzt werden. Da die Hersteller Wert darauf legen das in eine 5er Steckerleiste nur drei Stecker passen und uns der Kabelverhau immer im Weg war, wurde dieses Netzteil geplant und gebaut.

ACHTUNG: 240V Netzspannung! Gefahr für Leib und Leben! Entsprechende Vorschriften sind einzuhalten!

  • Bauteilliste

    Die folgende Bauteilliste für ein Zentralnetzteil für zwölf (12) Empfänger angelegt. Dimmensioniert wurde das Zentralnetzteil für 16 Empfänger mit ca. 0,3A Stromaufnahme.
    Nr.BauteilAnzahlReichelt-Bestellcode
    1Gehäuse1TEKO P4
    2Schalter: beleuchtet, 250V / 4A1WIPPE 1855.1102
    3Kaltgerätedose1KES 1
    4Schaltnetzteil: 12V, 8,5A = 100W 1SNT MW100-12
    5Sicherungshalter: max. 10A, 5x20mm1PL FPG1-40
    6Feinsicherung: 6,3A, 5x20mm1MTR. 6,3A
    7LED: grün1LED 5MM GN
    8Vorwiderstand: ca. 500Ω1METALL 536
    9Stecker: Da: 5,5mm, Di: 2,5mm 24HS 25-9
    10Buchse: Da: 5,5mm, Di: 2,5mm 12HEBL 25
    11Zuleitung: 25m, 2x0,5qmm1LA 205-25
     ca. 1m Kupferdraht: 2,5qmm, isoliert für 240V  
     ggf. passende Kabelschuhe2für den Schalter

  • zugrundeliegende Berechnungen

    max. Leistung eines Verbrauchers (lt. Typenschild): 400mA
    Betriebsspannung: 12V

    bei 12 Verbrauchern ergibt sich ein Gesamtstrom von:
       12 x 0,4A = 4,8A

    die Gesamtleistung beträgt:
       12V x 4,8A = 57,6W

    Daraus ergibt sich:
    Es wird ein Netzteil mit mindestens 60W benötigt; bei einer Nennspannung von 12V. Wenn man noch "Platz" für mehr Endgeräte benötigt, muss man größer dimmensionieren!

    Hinweis:
    Sennheiser-Empfänger arbeiten auch mit 12V, auch wenn 13V auf dem Typenschild stehen.
    Außerdem sollte das Gerät nicht mit weniger als 4 Empfängern betrieben werden, da sonst das SNT unterfordert wird und nur noch unzureichend die Spannung glättet.

  • Aufbauhinweise

    ACHTUNG: 240V Netzspannung! Gefahr für Leib und Leben!

    Der Aufbau sollte nur entsprechend ausgebildeten Personen und mit größter Sorgfalt durchgeführt werden!

    Schlatplan Zentralnetzteil

    Von der Kaltgerätedose wird eine 240V-taugliches Kabel zum Schaltnetzteil (SNT) gezogen. Der Schutzleiter (G, gelb-grün) sollte etwas länger sein als der Phasen- (P, schwarz) und Nullleiter (N, blau). In den Phasenleiter wird der beleuchtete Schalter (S) eingesetzt. Und zwar so, dass der Schalter erst leuchtet, wenn er EINGESCHALTET ist. In den Sekundärkreislauf wird die Sicherung (F) gesetzt und die LED mit ihrem Vorwiderstand (R, ca. 500Ω) sowie die entsprechende Anzahl von Buchsen (X) als Parallelschaltung angeklemmt. Die fertigen Verbindungskabel zwischen den Buchsen des Gerätes und des Netzteils sollten nummeriert und ggf. in verschienden Längen gefertigt werden.

    Frontseite Zentralnetzteil

    zum Bild:
    links: Netzteilschalter (240V)
    mitte: Kaltgerätebuchse (240V)
    rechts-oben: Kontrol-LED (12V)
    rechts-unten: Feinsicherung (12V)
    im Hintergrund: 3 x 4 Buchsen für die Empfänger - und etwas Staub :-)
    nicht abgebildet: Adapterkabel zwischen Netzteil und Empfänger


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